19
Sep

Ein rohes Spielbuch

Endlich, es ist vollbracht: Nach fast 21 Monaten Arbeit ist die Rohfassung meines noch titellosen SF-Survival-Spielbuches endlich fertig. 655 Abschnitte, 10 verschiedene Enden, 21 Todesabschnitte und mit Vorgeschichte und Regeln ein Umfang von knapp über 130.000 Wörtern – das sind die positiven Zahlen.

Aber das Lehrgeld lässt sich nicht nur an der langen Entwicklungszeit, sondern vor allem am Papierkorb meines Schreibprogramms Scrivener ablesen: Sage und schreibe 530 Abschnitte habe ich weggeschmissen (und dabei sind die, die ich zwischenzeitlich mal neu geschrieben habe nicht mitgezählt, sondern nur die, die es gar nicht mehr gibt), 105.000 Wörter waren für die Tonne, das ist mehr als jeder Roman, den ich bislang veröffentlicht habe.

Nun warten noch ein paar Probedurchgänge auf mich, mit denen ich sicherstellen will, dass es genug Medi-Packs gibt und die Gegner auch schaffbar sind, wenn man angeschlagen auf sie trifft. Ende der Woche geht die Rohfassung dann an die ersten Testleser – und das bange Warten beginnt. Erfüllt das Spielbuch ihre Erwartungen? Sind meine Ideen spannend oder doch zu kompliziert? Und vor allem: Macht der erste Durchgang Lust auf einen zweiten, um mehr als nur eines der Enden zu sehen? Ich bin sehr gespannt auf das Feedback.

In der Zwischenzeit werde ich drei der Romanideen ausarbeiten, die in der langen Spielbuchzeit in mein mittlerweile prall gefülltes Ideenbuch gewandert sind. Es wird ein weiterer Nuareth-Einzel-Roman, so viel steht fest, welche der drei Ideen ich letztlich umsetze, weiß ich aber noch nicht.
Außerdem ist der eBook-Start von Dämonengrab nicht mehr fern, auch da beginnen allmählich die Vorbereitungen. In den nächsten Wochen erwarte ich die Druckfahnen zur Endabnahme.

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(c) Karl-Heinz Zapf

Was gibt es sonst noch zu berichten? Ach ja, Anfang des Monats habe ich ja auf der erstmalig ausgerichteten Phantastika zusammen mit Karl-Heinz Zapf den Mantikore-Stand (siehe Foto) betreut. Leider lag unser Stand etwas ungünstig und weil das große Stoffbanner trotz massiven Panzertape-Einsatzes nicht an der Scheibe hinter uns halten wollte, wussten wohl viele Besucher gar nicht, wer wir waren. Dennoch war es eine ganz spaßige Veranstaltung mit netten Leuten und lustigen Gesprächen. Meine Helden-Lesung war mit acht Zuhörern gut besucht, allerdings wollte die Hälfte von ihnen wohl eigentlich woanders hin und hatte sich in dem ziemlich verwinkelten Congress-Centrum verlaufen, in dem die Phantastika stattfand.

In sechs Wochen steht dann die SPIEL in Essen ins Haus, auch dort werde ich am Mantikore-Stand anzutreffen sein, vermutlich Donnerstag und Freitag. Vielleicht sieht man sich ja dort.